Wenn die Realität die Fiktion übertrifft

Rocio Romero · 20 oct 2016
Virtual Reality (VR) entwickelt sich schnell zu einem wichtigen Werkzeug in Marketing, Tourismus und Bildung. Nömad zeigt mit RVIVE, wie VR Erinnerungen auf innovative Weise festhält und neue Möglichkeiten eröffnet.
Bei Nömad sehen wir neue und aufregende Herausforderungen am Horizont. Unter anderem arbeiten wir mit besonderem Enthusiasmus an einem Virtual-Reality-Projekt: RVIVE. Diese Welt voller Möglichkeiten steckt gerade erst in den Kinderschuhen. Es ist ein Bereich, in dem es noch viel zu entdecken gibt, ein Bereich, der vielfältige Einsatzmöglichkeiten in verschiedenen Branchen verspricht.
Um diese Überlegungen, die unser Studio schon seit einiger Zeit beschäftigen, bekannt zu machen, haben wir für die Oktoberausgabe der ASM Magazine einen Bericht verfasst. Er trägt den Titel Wenn die Realität die Fiktion übertrifft. Wir teilen hier den Text. Die vollständige Version ist in der Printausgabe der Publikation zu finden:
VR festigt sich auf dem Markt als wirksames Instrument zur Verkaufsförderung und stellt den Unterhaltungssektor in den Hintergrund.
Die Technologie macht riesige Fortschritte. Und mit ihr – nicht umgekehrt – die Gesellschaft. Zwischenmenschliche Beziehungen, Produktionsprozesse, Informationsquellen, Kaufmethoden... Alles. Absolut alles hat den Menschen dazu gebracht, sich als Folge des technologischen Fortschritts der letzten fünfzig Jahre und dieses großen Ozeans an Daten namens Internet zu verändern.
Und mit der Gesellschaft schreiten daher auch die Unternehmen voran, die eine direkte Verbindung zum Verbraucher suchen, um ihm nicht nur ein Produkt oder eine Dienstleistung zu bieten, sondern auch eine zufriedenstellende Erfahrung während des Kaufprozesses.
Genau hier setzt das an, was seit Jahresbeginn bei Xataka, Engadget und anderen Technologie- (und auch Marketing-) Portalen im Mittelpunkt steht: Virtual Reality oder VR.
Oculus hat die Technologie demokratisiert – und für Furore gesorgt!
Aber dieser Virtual-Reality-Wahn ist nichts Neues. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts erfand man Geräte wie das Stereoskop, das den 3D-Effekt eines Bildes aus zwei Einzelbildern erzeugte. Und so ging es Gerät um Gerät weiter, bis Professor Sutherland, ebenfalls ein Internet-Pionier, eine Erfindung schuf, die eine „echte“ VR-Erfahrung bot – also die Simulation, in eine nicht greifbare Szene eingetaucht zu sein.
Etwas, das nach der NASA und den Streitkräften von Nintendo und anderen großen Unternehmen der Videospielbranche genutzt wurde, um Gamer (buchstäblich) in ihre fiktiven Welten eintauchen zu lassen. Aber wie schafft es ein Produkt mit einer so spezifischen Zielgruppe, sich Jahrzehnte später zu demokratisieren und einen echten Boom auszulösen?
Was wir in letzter Zeit als Virtual Reality bezeichnen, erblickte 2010 mit den ersten Oculus-Rift-Brillen das Licht der Welt, die über einen Sichtwinkel von 90° verfügten. Doch erst 2016 revolutionierte diese alternative Realität viele Sektoren mit einer Vielzahl von Möglichkeiten (und Preisen) bei VR-Brillen: von den Google-Karton-Varianten bis hin zu den Microsoft HoloLens, die für 3.000 Dollar Hologramme bieten können (ja, genau das, was wir aus Zukunftsfilmen kannten und nie in unserem Leben zu sehen glaubten).
Und viele werden sich fragen: Ist die Nachfrage wirklich so groß? Heutzutage bieten Facebook (der heutige Eigentümer von Oculus), YouTube und andere Internet-„Haie“ eine große Anzahl von 360°-Videos an; Videos, die mit einer dieser Brillen zu echten Erlebnissen werden, die bei jedem den „Spieltrieb wecken“.
Man muss kein Hai sein, um VR anzuwenden
Es besteht zwar kein Zweifel daran, dass die jungen Marketing- und Werbe-Genies, die für große Multinationale arbeiten, bei der Bereitstellung von Erlebnissen die Klassenbesten sind. Wie die bereits erwähnten und alle, die nach Coca-Cola folgen. Viele andere große, mittlere und kleine Unternehmen haben ebenfalls Visionäre, die das Potenzial der Virtual Reality erkannt und sie auf ihre Marketingstrategie angewendet haben. Sie haben sie weiterentwickelt, um sie an ihre Branche anzupassen.
Und wo wir gerade von Branchen sprechen: Der Tourismussektor hat das Potenzial erkannt. Marriott Hotels zum Beispiel hat VRoom geschaffen. Eine Anwendung, mit der man die verschiedenen Reiseziele der Kette und deren Zimmer besuchen kann. So kann der Nutzer seine Reise planen, ohne sich nur auf die Meinungen anderer verlassen zu müssen. Aber nicht nur der Tourismus. Bildung, Medizin, Immobilien… und sogar die Pornoindustrie schließen sich dem an, was ein sicherer Erfolg zu sein scheint.
Wenn man bedenkt, dass die Virtual Reality bis 2020 voraussichtlich mehr als 30 Milliarden Dollar generieren wird, scheint es keine schlechte Idee zu sein, auf diesen Zug aufzuspringen. Zweifellos wurde hier eine Goldgrube gefunden, die nicht nur überzeugt, sondern sowohl dem Unternehmen als auch dem Verbraucher nützt. Sie erlaubt es, in die Geschichte einzutauchen, die man später vielleicht selbst erlebt.
Aber was, wenn der Prozess umgekehrt wäre? Die in Sevilla ansässige Digitalmarketing-Agentur Nömad arbeitet seit Februar an etwas, das kein bloßes Projekt mehr ist: RVIVE. Das erste Unternehmen zur Aufnahme von Erinnerungen mittels VR-Technologie. Sie können die Dienste bereits buchen!
